Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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quis von Souday zu ſehen; ihm perſönlich zulieb, hätte er keine ſechs Kilometer gemacht.

Um Mary wieder zu ſehen; wären ihm, meinte er, hundert Meilen nicht zu viel geweſen.

Er entſchloß ſich alſo ohne Aufſchub abzugehen.

Allein jetzt bemerkte der junge Mann, daß er keinen Hut hatte.

Aber um ſeinen Hut zu holen, mußte er auf das Schloß zurückkehren, riskiren, ſeiner Mutter zu begegnen; und dann die Fragen, wohin er ginge, wem die Hunde gehörten?

Er bedurfte des Huts nicht; der Hut oder viel⸗ mehr die Abweſenheit des Huts konnte auf Rech⸗ nung der Eile geſetzt werden, der Wind konnte ihn mitgenommen, ein Zweig ihn in eine Schlucht ge⸗ worfen haben, ohne daß die Hunde es ihm erlaub⸗ ten, demſelben nachzulaufen.

Die Schwierigkeit war viel größer, der Baronin unter die Augen zu treten.

Der junge Mann ging alſo ohne Hut fort, die beiden Hunde am Seil führend.

Kaum hatte er einige Schritte gemacht, als er erkannte, daß er nach Souday keine fünfundſechzig Minuten brauche, wie er gerechnet hatte.

Im Augenblick, da die Hunde die von ihrem Führer eingeſchlagene Richtung erkannten, war es nicht mehr nöthig, ſie zu ziehen, ſondern ſie zurück⸗ zuhalten.

Sie witterten den Stall und zogen an dem Strick mit aller Kraft; an ein leichtes Fuhrwerk geſpannt, hätten ſie es Baron Michel möglich ge⸗ macht, den Weg in einer halben Stunde zurückzulegen.