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ſie würden ſehr heikel ſein, wenn dieſelben Sie nicht nach ihrem Geſchmack fänden, da ſie Ihrem Ge⸗ ſchmack zuſagen.“
„Aber, mein lieber Courtin,“ erwiderte Michel, „wenn dieß meine Abſicht wäre, wie ſie es nicht
iſt, kenne ich ſie denn? lenne ich den Marquis?
Iſt es genug, zwei jungen Mädchen zu Pferd begeg⸗ net zu ſein, um ſich ihnen vorzuſtellen?“
„Ach ja, ich begreife,“ antwortete Courtin mit ſpöttiſcher Miene,„das iſt keinen Heller werth, aber geht in großem Styl; man bedarf einer Ge⸗ legenheit, eines Beweggrundes, eines Vorwandes. Suchen Sie, Monſieur Michel, ſuchen Sie; Sie ſind ein Gelehrter, Sie ſprechen Latein und Grie⸗ chiſch; Sie haben das Geſetzbuch ſtudirt, Sie müſ⸗ ſen das finden.“
Michel ſchüttelte den Kopf.
„Ach!“ ſagte Courtin,„Sie haben geſucht und nicht gefunden.“
„Ich ſage das nicht,“ erwiderte lebhaft der junge Mann.
„Ach ja! aber ich ſage es; man iſt mit vierzig Jahren noch nicht ſo alt, um ſich der Zeit nicht mehr zu erinnern, wo man zwanzig zählte.“
Michel ſchwieg und ließ den Kopf hängen; er fühlte das Auge des Bauern, das auf ihm ruhte.
Dann begreifend, daß er ſich eben ſeinen geheim⸗ ſten Gedanken hatte entſchlüpfen laſſen, rief er, die Achſeln zuckend:
„Aber wo zum Teufel haſt Du geſehen, daß ich auf das Schloß wollte?“
„Und das Mittel,“ fuhr Courtin fort, als ob


