108
„Von den Wölfinnen von Machecoul: ich glaubte Ihnen geſagt zu haben, daß man die Fräulein von Souday alſo nenne.“
„Noch weniger; Du verſtehſt wohl, Courtin: ich glaube, daß die Hunde der Souday und der de la Logerie, wie man ſagt, nicht zuſammen jagen.“
„Auf alle Fälle,“ antwortete Courtin mtt jener ſchlauen Miene, welche er trotz ſeiner Bemühungen
nicht immer zu verbergen vermochte,„wenn Ihre
Hunde nicht zuſammen jagen, können Sie mit den Hunden jener jagen.“ „Was nillſt Du ſagen?“ „Schauen Sie,“ erwiderte Courtin, indem er zwei Hunde, die in der Koppel liefen und von ihm am Hetzriemen gehalten wurden, an ſich zog und gewiſſermaßen auf die Scene brachte. „Was iſt das?“ fragte der junge Baron. „Was das iſt? nun Galon d'Or und Allegro.“ „Aber ich weiß nicht, wer dieſer Galon d'O und Allegro iſt.“. „Das ſind die Hunde dieſes Banditen Jean Oullier.“ „Warum haſt Du ihm ſeine Hunde genommen?“ „Ich habe ſie ihm nicht genommen; ich habe ſie ihm ganz einfach gepfändet.“ 88 „Und mit welchem Recht?“ „Mit doppeltem: für's Erſte als Grundbeſitzer, und für's Zweite als Maire.“ Courtin war Maire des Dorfes de la Logerie, das aus etwa zwanzig Häuſern beſtand, und ſehr ſtolz auf dieſen Titel. „Willſt Du mir Deine Rechte erklären, Courtin?“


