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aber nie jagten, als in Geſellſchaft ihres Vaters und Jean Oullier's.
Michel gelobte ſich, alle Romane nacheinander, welche er in der Bibliothek des Schloſſes finden würde, zu leſen, in der Hoffnung, in einem der⸗ ſelben irgend ein ſcharfſinniges Mittel zu finden, das, wie er zu fürchten begann, ſein Geiſt, auf die eigenen Inſpirationen angewieſen, ihm nicht lieferte.
In dieſem Augenblick fühlte er, daß man ihn ſanft an der Schulter berührte; er fuhr zuſammen und wandte ſich um.
Es war Meiſter Courtin.
Das Geſicht des würdigen Pächters drückte eine Befriedigung aus, die er ſich keine Mühe zu ver⸗ bergen gab.
„Ich bitte um Entſchuldigung, Monſieur Michel,“ ſprach der Pächter,„aber da ich Sie ſo unbeweglich wie einen Stock ſah, glaubte ich, es ſei Ihre Statue und nicht Sie ſelbſt.“
„Und Du ſiehſt, daß ich es bin.“
„Darüber bin ich recht froh, Monſieur Michel; ich war unruhig, zu erfahren, wie es zwiſchen Ihnen und der Frau Baronin abgelaufen ſei.“
„Sie hat ein wenig geſchmählt.“
„O, das kann ich mir wohl vorſtellen; haben Sie mit ihr von dem Haſen geſprochen?“
„O, davor habe ich mich wohl gehütet.“
„Und den Wölfinnen?“
„Welchen Wölfinnen?“ fragte der junge Mann, dem es nicht unlieb war, das Geſpräch auf dieſen Punkt zurückzuführen.


