Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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duld, das iſt richtig. Was war denn dieſe Amazone, die eine Flinte wie ein Jäger von Profeſſion hand⸗ habte, die Wunden wie ein Chirurg verband, und die, als ſie Widerſtand bei dem Patienten fand, mit ihren weißen Frauenhänden ihm die ſeinigen ſo feſt drückte, wie es nur Jean Oullier mit ſeinen ſchwieligen Mannshänden hätte thun können.

Aber wie war auch Mary ſo reizend mit ihren langen blonden Haaren und ihren großen blauen Augen; wie war ihre Stimme ſo ſanft, ihr Ton ſo einſchmeichelnd; mit welcher Zartheit hatte ſie die Wunde berührt, das Blut abgewaſchen, die Binde feſtgeknüpft. Wirklich bedauerte Michel ſeine Wunde nicht, indem er berechnete, ohne dieſe Wunde würde kein Grund vorhanden geweſen ſein, daß die beiden Mädchen das Wort an ihn richteten und ſich mit ihm beſchäftigten.

Es iſt wahr, es gab noch etwas von ganz an⸗ derer Wichtigkeit als die Wunde; die üble Laune, die er ſeiner Mutter verurſacht hatte und die Be⸗ denklichkeiten, die ſie bei ihm zurücklaſſen konnte; aber der Zorn ſeiner Mutter würde vorüber gehen, das was nicht vorüber ging, war der Eindruck, den jene wenigen Sekunden, da er Mary's Hand in der ſeinigen gehalten, in ſeinem Herzen hinterlaſſen hatten.

So war wie bei jedem Herzen, das zu lieben anfängt, aber noch an ſeiner Liebe zweifelt, das größte Bedürfniß, welches der junge Mann empfand, die Einſamkeit.

Die Folge davon war, daß er ſogleich nach dem Diner, den Augenblick benützend, wo ſeine Mutter mit einem Diener ſprach, ſich entfernte, ohne auf