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ren; ſo viel iſt gewiß, daß Michel einige Zeit nach dieſer blutigen Epiſode, immer empfohlen durch ſeine ſchöne Handſchrift und ſeine unfehlbare Arith⸗ metik, in der Eigenſchaft eines Commis in das Bureau eines vielberufenen Proviantverwalters trat.
Er machte daſelbſt ſeinen Weg ſehr geſchwind; denn im Jahr 1805 finden wir ihn auf eigene Rechnung einen Theil der Lieferungen für die deutſche Armee übernehmend.
Im Jahr 1806 hatten ſeine Schuhe und Ka⸗ maſchen thätigen Antheil an der heldenmüthigen Campagne von Preußen.
Im Jahr 1809 erhielt er die vollſtändige Ver⸗ pflegung der Armee, welche in Spanien einrückte.
Im Jahr 1818 heirathete er die einzige Tochter eines ſeiner Collegen und verdoppelte ſo ſein Ver⸗ mögen.
Ueberdieß verlängerte er ſeinen Namen, was für alle Leute, die einen etwas kurzen Namen hat⸗ ten, der größte Ehrgeiz jener Zeit war.
Sehen wir, auf melche Weiſe dieſer lang er⸗ ſtrebte Zuwachs von Statten ging.
Der Vater von Michels Frau hieß Baptiſt Du⸗ laud; er war aus dem kleinen Dorfe La Logerie, und zum Unterſchied von einem andern Dulaud, dem er mehrmals auf ſeinem Weg begegnet war, ließ er ſich Dulaud de La Logerie nennen.
Dieß war wenigſtens der Vorwand, den er da⸗ zu nahm.
Er hatte ſeine Tochter in einem der beſten Pen⸗ ſionate in Paris erziehen laſſen, wo ſie bei ihrem


