Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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men Sie, wir wollen Ihre Wunde durch den Arzt unterſuchen laſſen.

Aber ſie wandte ſich, nachdem ſie einige Schritte gemacht hatte, noch einmal um.

Apropos, Meiſter Courtin, ſagte ſie,Ihr habt Euern Zins auf St. Johannis noch nicht be⸗ zahlt, und doch erlöſcht Euer Pacht auf Oſtern; denket daran, denn ich bin entſchloſſen, Pachtleute, die in ihren Verpflichtungen unpünktlich ſind, nicht zu behalten.

Meiſter Courtins Phyſiognomie wurde noch kläg⸗ licher, als ſie einige Minuten zuvor geweſen war; doch heiterte ſie ſich wieder auf, als der junge Mann, während ſeine Mutter mit ungleich größerer Schwierigkeit, als das erſte Mal über die Paliſade ſtieg, ihm ganz leiſe zuflüſterte:

Morgen.

So griff er ungeachtet der eben gehörten Dro⸗ hung wieder ſehr munter zu ſeiner Pflugſterze und fuhr damit durch die Furche, während die Herrſchaft nach dem Schloß zurückkehrte, und den ganzen übrigen Abend trieb er ſeine Pferde damit an, daß er ihnen die Pariſienne, jene patriotiſche Hymne, die damals ſehr in der Mode war, vorſang.

Während Meiſter Courtin die eben genannte Hymne zur großen Befriedigung ſeines Geſpanns ſang, wollen wir einige Worte über die Familie Michel ſagen.

Du haſt den Sohn geſehen, lieber Leſer, Du haſt die Mutter geſehen.

Die Mutter war die Wittwe eines jener Liefe⸗ ranten, welche es verſtanden hatten, auf Koſten des