Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Mittel, um irgend ein Solidarverhältniß zwiſchen ſeinem jungen Herrn und ſich zu Stande zu bringen.

Er war eben mit dem Verſuch geſcheitert, ihn zum Ungehorſam gegen die mütterlichen Vorſchriften in Bezug auf die Jagd aufzureizen; das Geheimniß ſeiner Liebſchaften zu theilen, ſchien ihm eine ganz geeignete Rolle zur Förderung ſeiner Intereſſen und ſeines kleinen Ehrgeizes; auch merkte er an der Wolke des Mißvergnügens, welche ſich über Michel's Geſicht verbreitet hatte, daß er den unrech⸗ ten Weg eingeſchlagen, indem er ſich zum Echo des allgemeinen Uebelwollens rückſichtlich der beiden jun⸗ gen Amazonen machte, und ſuchte darum, das ver⸗ lorene Terrain wieder zu gewinnen.

Wir haben ſchon geſehen, wie er von der ſchlech⸗

ten Meinung, die er anfangs ausgeſprochen hatte, wieder umkehrte.

Er ging nun auf demſelben Wege weiter.

Am Ende, ſprach er alſo mit aller Gutmüthig⸗ keit, deren er fähig war,ſagt man immer, und beſonders über die Mädchen viel mehr, als wirklich daran iſt, Fräulein Bertha und Fräulein Mary...

Mary und Bertha heißen ſie? fragte der junge Mann lebhaft.

Mary und Bertha, ja; Fräulein Bertha iſt die Brünette und Fräulein Mary die Blondine.

Und wie er nun Michel mit der ganzen Schärfe, deren ſein Blick fähig war, anſchaute, kam es ihm vor, als wäre der junge Mann bei dem Namen Mary leicht erröthet.

Ich habe ſchon geſagt, fuhr der beharrliche Bauer fort,daß Fräulein Mary und Fräulein

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