Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Wen meint Ihr mit den Wölfinnen? fragte Michel.

Nun, ich meine die Wölfinnen, die Baſtard⸗ töchter des Marquis.

Jene beiden jungen Mädchen nennt Ihr Wöl⸗ finnen?

Ei! ſo heißen ſie in der Gegend; aber Sie kommen von Paris, Sie können das nicht wiſſen.

Die Grobheit, womit Meiſter Courtin, indem er von den beiden Mädchen ſprach, ſich ausdrückte, brachte den ſchüchternen jungen Mann in ſolche Ver⸗ legenheit, daß er, ohne zu wiſſen warum, mit einer Lüge antwortete.

Nein, ſagte er,ich bin ihnen noch nicht be⸗

gegnet..

Die Art und Weiſe, wie Michel antwortete, machte es Courtin zweifelhaft.

Um ſo ſchlimmer für Sie, antwortete er, denn es ſind ein paar Mädchen von hübſchem Schlag, gut zum Sehen und angenehm, ihnen bei⸗ zukommen.

Dann fuhr er, Michel mit ſeinem gewöhnlichen Blinzeln anſehend, fort:

Man ſagt, daß ſie ein wenig allzu gern lachen, aber ſo etwas iſt nothwendig für die guten Kinder, nicht wahr, Monſieur Michel?

Ohne daß er ſich von dem wirklichen Beweg⸗ grund dieſer Empfindung Rechenſchaft zu geben ver⸗ mochte, fühlte der junge Mann ſein Herz mehr und mehr ſich zuſammenziehen, als er den groben Bauer die beiden reizenden Amazonen, die er unter dem

Eindruck der Bewunderung und ziemlich lebhafter