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welche ein ſo junger und unerfahrener Jäger, wie ſcheinbar Monſieur Michel war, hätte treffen ſollen.
„Ah! Sapredienne!“ rief er, nachdem er mit ſeiner Unterſuchung des Thiers fertig war,„es iſt drei Francs zehn Sous wie einen Pfennig werth; das iſt ein ſchöner Schuß, den Sie da gethan haben, wiſſen Sie, Monſieur Michel, und Sie mußten fin⸗ den, daß es unterhaltender iſt, die alten Scharteken zuſammenzuwickeln, als ſie zu leſen, wie Sie vor einer Stunde, als ich Ihnen begegnete, gethan haben.“
„Meiner Treu nein, Vater Courtin,“ antwortete der junge Mann,„meine Bücher ſind mir lieber, als Eure Flinte.“
„Sie haben vielleicht Recht, Monſieur Michel,“ antwortete Courtin, über deſſen Geſicht eine Wolke der Unzufriedenheit zog;„hätte Ihr verſtorbener Vater wie Sie gedacht, es wäre vielleicht beſſer für ihn geweſen; wäre ich nicht ein armer Teufel, der zwölf Stunden von vierundzwanzig arbeiten muß, ich würde etwas Beſſeres thun, als meine Nächte auf der Jagd zubringen.“
„Ihr geht alſo immer auf den Anſtand, Cour⸗ tin?“ fragte der junge Mann.
„Von Zeit zu Zeit, Monſieur Michel, ja, um mich zu zerſtreuen.“*
„Ihr werdet Euch mit den Gensdarmen zu ſchaf⸗ fen machen.“
„Bah! das ſind Nichtsthuer, Ihre Gensdarmen, und ſie müſſen früher aufſtehen, um mich zu fangen.“—
Dann ſeinem Geſicht den ganzen Ausdruck von Dumas, Wölfinnen von Machecoul I. 6


