wortete Mary, ſo ſeien Sie auch jetzt ſo vernünftig, ſich dieſe Binde wieder um die Stirne legen zu laſſen.“
Und das Taſchentuch wieder zuſammenlegend, trat ſie auf den Verwundeten mit einem ſolchen Ausdruck von Theilnahme zu, daß der junge Mann,
den Kopf nicht zum Zeichen der Weigerung, ſondern b
der Niedergeſchlagenheit ſchüttelnd, antwortete:
„Thun Sie, was Sie wollen, meine Fräulein.“
„O! o!“ rief Bertha, der die Bewegungen in der Phyſiognomie des jungen Mannes nicht ent⸗ gangen waren,„für einen Jäger ſind Sie, mein werther Herr, ſehr empfindlich.“
„Vor allen Dingen, mein Fräulein, bin ich kein Jäger, und nach dem, was mir eben zugeſtoßen iſt, weniger als je geneigt, es zu werden.“
„Da muß ich um Verzeihung bitten,“ erwiderte Bertha mit demſelben Ton des Scherzes, welcher den jungen Mann bereits aufgebracht hatte,„aber nach der Wuth, womit ſie gegen die Brombeer⸗ und Dornſträuche ankämpften, und vornehmlich nach dem Feuereifer zu urtheilen, womit Sie unſere Hunde hhetzten, durfte ich ſchon vermuthen, daß Sie wenig⸗ ſtens auf jenen Titel Anſprüche machen.“
„O nein, Mademoiſelle, ich habe einer Lockung nachgegeben, die ich jetzt bei kaltem Blute nicht be⸗ greife und die, wie mir wohl einleuchtet, meine Mutter alles Recht hatte, lächerlich und barbariſch zu nennen, eine Erhplung, welche darin beſteht, aus dem Todeskampf und Verenden eines vertheidigungs⸗ loſen Thieres Vergnügen zu ſchöpfen und einen Grund zur Eitelkeit herzuleiten.“


