Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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ter, konnte ſeinem Thier mehr als ſie zumuthen und hatte einen Vorſprung von einigen hundert Schritten. Ungeduldig über die Schwierigkeiten des Wegs und ein offenes Feld wahrnehmend, jagte er mit ſeinem Pferd dahin und, ohne ſeinen Kindern etwas davon zu ſagen, quer über die Ebene.

Bertha und Mary ſetzten, immer in der Mei⸗ nung, ihrem Vater zu folgen, ihren gefährlichen Marſch auf dem Pfade fort.

Es war ungefähr eine Viertelſtunde, daß ſie ge⸗ trennt von ihrem Vater dahin ſprengten, als ſie ſich an einer Stelle befanden, wo der Weg zwiſchen zwei Abhängen, begrenzt von Hecken, deren Zweige ſich über ihrem Haupte kreuzten, tief eingeſchnitten war. Hier machten ſie plötzlich Halt, indem ſie das

wohlbekannte Gebell ihrer Hunde in geringer Ent⸗

fernung zu hören glaubten.

Beinahe in demſelben Augenblick knallte ein Flintenſchuß einige Schritte von ihnen, und ein großer Haſe, mit blutbefleckten hängenden Löffeln kam aus der Hecke hervor und ſtürzte auf den Weg, während der wüthende Ruf:Nach! nach! Hunde, ho, ha, ho! von dem Felde, welches den ſchmalen Fußpfad beherrſchte, ſich vernehmen ließ.

Die beiden Schweſtern glaubten in die Jagd von einem ihrer Nachbarn gerathen zu ſein und waren eben im Begriff, ſich beſcheiden zurückzuziehen, als ſie an der Stelle, wo der Haſe durch die Hecke gebrochen war, heulend aus vollem Halſe Ruſtaud, einen der Hunde ihres Vaters, hinter ihm Faraud, dann Bettau, hernach Domino und endlich Fanfare zum Vorſchein kommen ſahen; alle ſich ohne Unter⸗

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