uEdoR 8—
——
59
ob man umkehre, um gegen den Wind anzujagen, oder ob man die Hunde unter demſelben nach Be⸗ lieben gehen laſſe, da, was noch von jungen Wöl⸗ fen übrig war, auf der Fährte ſein müßte.
Aber die Wölfin, welche wahrſcheinlich vermu⸗ thete, daß man dem Reſte ihrer Nachkommenſchaft noch zu Leibe gehen wolle, kreuzte den Weg zehn Schritte von den Hunden, gerade mitten in der Discuſſion zwiſchen Jean Oullier und dem Mar⸗ quis. Beim Anblick des Thieres ſtieß die kleine Meute, welche man wieder anzukoppeln verſäumt hatte, nun ein Gebell aus und ſtürzte ſich, trunken von Leidenſchaft, auf deren Spur.
Appel, verzweifeltes Rufen, Hauen mit der Peit⸗ ſche, nichts konnte ſie zurückhalten, nichts vermochte ſie zum Stehen zu bringen.
Jean Oullier lief über Hals und Kopf, um ſie einzuholen, der Marquis und ſeine Töchter ſetzten ihre Pferde in Galopp, um ſie zum Stehen zu bringen.
Aber es war kein furchtſames, zögerndes Wölf⸗ chen, welches die Hunde vor ſich hatten; es war ein kühnes, ſtarkes, unternehmendes Thier, das unbe⸗ ſorgt marſchirte, wie wenn es in ſein Lager wieder⸗ kehrte, gerade durchbrechend, ohne ſich um Niederungen, Felſen, Berge, Waldbäche, die es auf ſeiner Route fand, zu bekümmern, und dieß ohne Schrecken, ohne Uebereilung, von Zeit zu Zeit umringt von der kleinen Meute, welche es verfolgte, mitten unter den Hunden dahintrabend, und ſie durch die Gewalt ſeines ſchiefen Blicks und hauptſächlich durch das Knir⸗


