Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

rechnete, Gelegenheit zur Ausführung ſeiner ſchlim⸗ men Vorſätze zu geben.

Aber da der Aufruhr, der täglich in den Straßen von Paris grollte, ſich wohl bei gegebe⸗ ner Zeit in der Provinz entladen konnte, ſo war⸗ tete er zu.

Nun jagten an einem ſchönen Septembermorgen der Marquis von Souday, ſeine Töchter, Jean Oullier und die Meute, die ſich zwar mehrmals, ſeit wir deren Bekanntſchaft machten, erneut, aber darum an Zahl nicht vergrößert hatte, im Forſte von Machecoul.

Es war ein von dem Marquis mit Ungeduld erwarteter Tag, von dem er ſich ſchon ſeit drei Monaten großen Jubel verſprach. Es handelte ſich ganz einfach darum, einen Wurf junger Wölfe auf⸗ zuheben, deren Lager Jean Oullier entdeckt hatte, als ſie noch blind waren, und die er ſeitdem als würdiger Piqueur eines Wolfsjägermeiſters, der er war, in Acht nahm, hegte und pflegte.

Dieſer letzte Satz bedarf für Diejenigen, welche mit der edlen Kunſt des Waidwerks nicht vertraut ſind, vielleicht einiger Erklärung.

Noch als Knabe ſagte der Herzog von Biron, im Jahr 1602 auf Befehl Heinrichs IV. enthaup⸗ tet, zu ſeinem Vater:

Gib mir fünfzig Mann Reiterei und dort ſind zweihundert Mann, die auf Fourragirung ausgehen und durch mich vom Erſten bis zum Letzten vernich⸗ tet werden ſollen; ſind dieſe zweihundert Mann wen, ſo wird die Stadt genöthigt ſein, ſich zu er⸗ geben.