—— XN
S3A Sg
51
der Regentſchaft wiederfinde; einige Romantiker wollten abſolut, ſich vor allen auszeichnend, in einem der kleinen Thürme, der den unſchuldigen Lieb⸗ ſchaften von etwa zwanzig Tauben überlaſſen war, eine Reminiſcenz von dem berüchtigten Thurm von Nesle, ſchwelgeriſchen und todtſchlägeriſchen Anden⸗ kens, erkennen.
Kurz, man ſprach ſo viel über Bertha und Mary, daß ſie, wie auch die Reinheit ihres Lebens und die Unſchuld ihres Thuns bisher ſein mochte und in Wirklichkeit noch war, ein Gegenſtand des Abſcheus für das ganze umliegende Land wurden.
Durch die Schloßdiener, durch die Arbeiter, welche mit den Bürgern in Berührung kamen, durch die Leute ſogar, welchen die Mädchen zu ſchaffen gaben, oder auch einen Dienſt leiſteten, drang die⸗ ſer Haß ſo ſehr in die Bevölkerung ein, daß mit Ausnahme einiger armen Blinden, oder einiger alten, ſchwachen Frauen, welchen die Waiſen direc⸗ ten Beiſtand leiſteten, daß das ganze Volk in Blouſe und Holzſchuhe zum Echo für die albernen Mährchen diente, die von den Vornehmſten der Umgegend erfunden worden waren, und es keinen Holzhacker, keinen Holzſchuhmacher in Machecoul, keinen Feldarbeiter in Saint⸗Philibert oder Aigre⸗ feuille gab, der es nicht für einen Schimpf gehalten hätte, vor ihnen den Hut zu ziehen.
Endlich hatten, um es kurz zu ſagen, die Bauern Bertha und Mary einen Spottnamen gegeben, und derſelbe war, von unten herauf gekommen, in den obern Regionen, da er die Triebe und das unor⸗ dentliche Leben, welches man den Mädchen zuſchrieb,
4


