lebten, da der Letztere die Sachen gehen ließ, wie ſie gingen, und ſeinen Entſchluß gefaßt hatte, den heutigen Tag zu genießen, ohne ſich um den mor⸗ genden zu kümmern, ſo konnte es auch unmöglich anders ſein.
Jean Oullier war der einzige Lehrer von Eva's Kindern geweſen, wie er auch ihre einzige Gouver⸗ nante gemacht hatte.
Der würdige Vendéer hatte ſie Alles gelehrt, mwas er wußte: leſen, ſchreiben, rechnen, mit zarter und tiefer Innigkeit zu Gott und der heiligen Jungfrau zu beten, hernach die Wälder zu durch⸗ ſtreifen, die Felſen zu erklettern, Stechpalmen⸗, Brombeer⸗ und Dornbüſche zu überſpringen, dieß Alles ohne Anſtrengung, Furcht und Schwäche; mit der Kugel einen Vogel im Flug, ein Reh im Laufe niederzubringen, endlich jene unzähmbaren Pferde von Mellerault, ſo wild auf ihren Wieſen oder Haiden, wie die Pferde der Gauchos auf ihren Pampas, ohne Sattel zu reiten.
Der Marquis von Souday hatte Alles mit an⸗ geſehen, ohne nur einen Verſuch zu machen, der Erziehung ſeiner Töchter eine andere Direction zu geben, ohne auch nur auf den Gedanken zu gera⸗ then, Einſprache gegen den Geſchmack, den ſie an dieſen männlichen Beſchäftigungen fanden, zu erhe⸗ ben. Der würdige Edelmann war zu glücklich, an ihnen tapfere Jagdgefährten zu finden, welche mit einer achtungsvollen Zärtlichkeit für ihren Vater eine Heiterkeit, einen Frohſinn und eine Jagdluſt vereinigten, wodurch alle ſeine Partieen, ſeitdem ſie


