Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Und doch hatte, wiewohl man es kaum glauben ſollte, der Marquis von Souday ſich noch nicht poſitiv entſchieden, ſeine Töchter bei ſich zu behalten.

Jean Oullier, der den Schlüſſel zu ſeinem Hauſe in Chevrollidre an einen Nagel gehängt hatte, war ſeit vierzehn Jahren nicht auf den Einfall gekom⸗ men, ihn von da wegzunehmen.

Er hatte geduldig gewartet, daß ſein Herr ihm Befehl gebe, nach Hauſe zurückzukehren, und da ſeit ſeiner Ankunft im Schloß dieſes ſauber und nett war, da der Marquis ſich nicht ein einziges Mal über das Unangenehme des Mangels der Knöpfe zu be⸗ klagen hatte, da ſeine Jagdſtiefel immer gehörig geſchmiert, da die Gewehre ſo gut wie nur in der erſten Waffenſchmiede in Nantes gehalten waren; da Jean Oullier vermittelſt gewiſſer Zwangsmaß⸗ regeln, deren Ueberlieferung er von einem ſeiner Kamaraden in der Brigands⸗Armee beſaß, all⸗ mälig der Köchin abgewöhnt hatte, den Herrn ihre üble Laune fühlen zu laſſen; da die Hunde beharr⸗ lich in gutem Zuſtande waren, glänzend von Haar, weder zu fett, noch zu mager, fähig, viermal in der Woche einen tüchtigen Lauf von acht bis zehn Mei⸗ len auszuhalten und ebenſo oft mit einem Hallali zu beendigen; da zudem das Geplauder und die Artigkeit der Kinder, ihre mittheilſame Zärtlichkeit die Monotonie ſeines Daſeins unterbrachen; da ſeine Geſpräche und Unterhaltungen mit Jean Oul⸗ lier über den ehemaligen, bereits der Tradition anheimgefallenen Krieg(ſie ſtieg zu fünfunddreißig bis ſechsunddreißig Jahren auf) die Monotonie ſei⸗ nes Daſeins unterbrachen und die langen Abende