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mit Schauder daran, daß er ſich von einem ſo koſt⸗ baren Diener trennen müſſe. 1
Vom Morgen bis zum Abend und manchmal vom Abend bis zum Morgen überlegte er hin und her in ſeinem Kopfe, welche von den Eigenſchaften des Vendéers diejenige wäre, welche den fühlbarſten Eindruck auf ihn machte.
Jean Oullier hatte die feine Naſe eines Spür⸗ hundes, um einen Wiedergang an dem Bruch von Brombeerſtauden oder auf dem von Thau befeuch⸗ teten Gras zu entdecken.
Auf den trockenen und ſteinigten Wegen von Machecoul, Bourgneuf und Aigrefeuille beſtimmte er ohne Zögern Alter und Geſchlecht des Wild⸗ ſchweins, deſſen Fährte unmerklich erſchien.
Nie hatte ein berittener Piqueur die Hunde an⸗ gefeuert, wie Jean Oullier, auf ſeinen beiden lan⸗ gen Beinen ſtehend, es verſtand.
Endlich war er an den Tagen, wo man aus Erſchöpfung der kleinen Meute Ruhe gönnen mußte, ohne Gleichen, um die ſchnepfenreichſten Plätze auf⸗ zufinden und ſeinen Herrn dahin zu führen.
„Ha! meiner Treu, zum Teufel mit der Hei⸗ rath,“ rief zuweilen der Marquis ganz laut, wenn man ihn mit ganz andern Gedanken beſchäftigt glaubte;„was ſoll ich auf dieſer Galeere thun, mit der ich ſchon die ehrlichſten Leute ſo traurig habe ſteuern ſehen? Gott's Tod! ich bin nicht mehr ganz jung; ich komme bereits in meine vierzig Jahre, ich mache mir keine Illuſionen mehr, ich rechne nicht darauf, durch meine perſönlichen Reize eine Erobe⸗ rung zu machen; ich kann alſo auf nichts anderes


