Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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wortete Jean Oullier, indem er ſeinem Herrn in den Hoſen, die er ausbeſſerte, einen Schlitz zeigte, der vom Knie bis zum Gürtel ging.

Ah ſo! Du biſt alſo Schneider? fragte ihn der Marquis.

Ach! erwiderte Jean Oullier,muß man nicht von Allem etwas wiſſen, wenn man ſeit mehr als zwanzig Jahren allein lebt; überdieß iſt man nie in Verlegenheit, wenn man'Soldat geweſen.

Ah ſo! bin ich das nicht auch geweſen? fragte der Marquis.

Nein, Sie ſind Officier geweſen, und das iſt etwas Anderes. 9

Der Marquis von Souday betrachtete Jean Oullier mit Bewunderung und legte ſich nieder, ſchlief ein und ſchnarchte, ohne daß dieß im minde⸗ ſten die Arbeit des alten Chouan unterbrach.

Mitten in der Nacht wachte der Marquis auf.

Jean Oullier arbeitete noch immer fort.

Der Berg von Kleidern hatte ſich noch nicht merklich vermindert.

Aber Du wirſt nicht fertig, und wenn Du bis in den Tag hinein arbeiteſt, armer Jean! ſagte der Marquis zu ihm.

Ach ja! ich fürchte ſehr.

Dann lege Dich nieder, alter Kamarad, Du ſollſt nicht fortgehen, bis Du unter dieſen abge⸗ legten Plunder etwas Ordnung gebracht haſt, und morgen wollen wir noch einmal jagen.