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Marquis den Aufenthalt Jean Oulliers benützen, indem er auf die Jagd ging und ſich von ihm be⸗ gleiten ließ: er nahm ihn alſo auf ſein Zimmer, um ihm bei Anlegung ſeines Feldcoſtümes behülflich u ſein.
3 der Bauer wurde betroffen von der ſchrecklichen Unordnung, welche in dem kleinen Zimmer ſeines Gebieters herrſchte, und dieß gab dem Marquis Gelegenheit, ſeine vertraulichen Geſtändniſſe zu vollenden, indem er ſich über ſein weibliches Fac⸗ totum im Hauſe beklagte, das zwar ganz brauchbar vor dem Ofen wäre, aber bei allen andern Ange⸗ legenheiten des Haushalts, und beſonders, was die Toilette des Marquis betraf, eine abſcheuliche Gleich⸗ gültigkeit an den Tag lege.
Der letztere brauchte mehr als zehn Minuten, ehe er eine Weſte fand, die nicht alle ihre Knöpfe eingebüßt hatte, oder ein paar Hoſen, die nicht in einem gar zu unſchicklichen Zuſtand der Auflöſung begriffen waren.
Endlich war man damit fertig.
Der Marquis, ſo ſehr er auch Wolfsjäger war, litt doch zu große Armuth, um ſich den Luxus eines Rüdenknechts zu geſtatten; er führte alſo ſein klei⸗ nes Jagdzeug ſelbſt, und da er ſolchergeſtalt ge⸗ nöthigt war, ſich zwiſchen der Sorge für Auffindung der Spur und den Voranſtalten zum Schuß zu theilen, ſo geſchah es ſelten, daß er nicht unver⸗ richteter Sache zurückkehrte.
Mit Jean Oullier war es etwas ganz Anderes.
Der rüſtige Bauer, in der ganzen Stärke des Alters, kletterte über die ſteilſten Abhänge des


