der arme Marquis ihr die Gelenke zu zerbrechen fürchtete, als er ſie loszumachen verſuchte.
Was Mary betraf, ſo hatte ſie ſich auf eine Staffel geſetzt und begnügte ſich zu weinen, aber mit einem ſolchen Ausdruck des Schmerzes zu wei⸗ nen, daß Jean Oullier ſich mehr von dieſem ſtum⸗ men Kummer als von der geräuſchvollen Verzweif⸗ lung des andern Mädchens gerührt fühlte.
Der Marquis von Souday wandte alle ſeine Beredtſamkeit an, die beiden kleinen Mädchen zu überreden, wenn ſie in den Wagen ſtiegen, würden ſie vielmehr Leckereien und Vergnügen haben, als wenn ſie bei ihm blieben: aber je mehr er ſprach, deſto mehr ſchluchzte Mary, deſto mehr ſtampfte Bertha und drückte ſich wüthend an ihn.
Die Ungeduld begann den Marquis zu über⸗ mannen, und da er ſah, daß Ueberredung nichts ausrichtete, wollte er eben Gewalt anwenden, als er die Augen aufſchlug und ſein Blick auf Jean Oullier haftete.
Zwei große Thränen rollten über die bronzirten Wangen des Bauern und verloren ſich in dem dich⸗ ten Ring des rothen Backenbarts, der ſein Geſicht umrahmte.
Dieſe Thränen waren zu gleicher Zeit eine Bitte an den Marquis und ein Vorwurf für den Vater.
Er machte Jean Oullier ein Zeichen, das Pferd auszuſpannen und flüſterte, während Bertha, welche dieſes Zeichen verſtanden hatte, vor Freuden auf der Freitreppe herumtanzte, dem Pächter in's Ohr: „Du wirſt morgen abgehen.“
Da der Tag ſich ſehr ſchön machte, wollte der


