3⁵
Das eine rittlings auf ſeinen Hals, das andere auf ſeine Lenden ſetzend, marſchirte er gleich dem Béarner auf allen Vieren im ganzen Gemach herum.
Allein er hatte über die Ergötzlichkeiten, welche Heinrich IV. ſeinen Sprößlingen bereitete, noch mehr nachgedacht; mit ſeinem Munde ahnte der Marquis von Souday nacheinander den Ton des Waldhorns und das Hundegebell einer ganzen Meute nach.
Dieſe Jagd daheim hatte dem Marquis von Souday ungemeines Vergnügen gemacht.
Es verſteht ſich von ſelbſt, daß die Kinder ihrer⸗ ſeits nie ſo ſehr gelacht hatten.
Außerdem hatten ſie Geſchmack an der Zärtlich⸗ keit gewonnen, welche von Leckereien aller Art be⸗ gleitet war, womit ihr Vater während dieſer weni⸗ gen Stunden ſie überhäuft hatte, um aller Wahr⸗ ſcheinlichkeit die Vorwürfe zu beſchwichtigen, welche ihm ſein Gewiſſen wegen dieſer Trennung machte, die ſo plötzlich auf eine lange Abweſenheit folgte.
Die beiden Mädchen bezeugten alſo dem Mar⸗ quis eine wilde Anhänglichkeit und eine für ſeine Projecte gefährliche Dankbarkeit.
So begannen ſie um acht Uhr Morgens, als die Kutſche an der Freitreppe des Schloſſes vor⸗ fuhr und es ihnen nun deutlich wurde, daß man ſie fortnehmen wolle, ein verzweifeltes Geſchrei aus⸗ zuſtoßen.
Bertha warf ſich auf ihren Vater, umſchlang eines ſeiner Beine und flocht, ſich an die Kniebän⸗ der des Herrn, der ihr ſo viel Bonbons gegeben und ſo gut das Pferd gemacht hatte, anklammernd, ihre Händchen mit ſolcher Kraft in zieſelben, doß
*


