Vater ſich freiwillig von ſeinen beiden Kindern trennen könne.
Er nahm jedoch den Vorſchlag an, welchen ihm der Marquis von Souday machte, ſeine beiden Kinder ihm zur Erziehung zu geben, bis ſie das Alter, um in eine Penſion zu gehen, erreicht hätten.
Er ſollte zu Cheprollidre oder in der Umgegend eine brave Frau ſuchen, welche Mutterſtelle bei ihnen verträte, wenn anders irgend etwas Waiſen die Stelle der Mutter erſetzen kann.
Wären die Zwillinge ſelbſt häßlich und unange⸗ nehm geweſen, Jean Oullier hätte ſie angenom⸗ men; nun aber waren ſie ſo artig, ſo einnehmend, ſo graziös, ihr Lächeln ſo gewinnend, daß der gute Mann ſie ſogleich lieb gewann, wie ſolche Leute zu lieben verſtehen.
Er behauptete, mit ihren weißen und roſigen Geſichtchen und ihren langen, gelockten Haaren erinnern ſie ihn ſo ſehr an die Engel, welche, ehe man ſie verbrannt hatte, die Madonna des Hoch⸗ altars von Grandlieu umgaben, daß es ihm bei ihrem Anblick in den Sinn gekommen ſei, ſich auf die Kniee zu werfen.
Es wurde alſo entſchieden, daß Jean Oullier am andern Tag die beiden Kinder mit ſich nehme.
Zum Unglück hatte es die ganze Zeit, welche zwiſchen der Abreiſe der Amme und der Ankunft Jean Oullier's verfloſſen war, geregnet.
Der Marquis, auf ſein Schloß beſchränkt, hatte gemerkt, daß er ſich allmälig langweile.
Sich langweilend hatte er ſeine beiden Mädchen gerufen und begann mit ihnen zu ſpielen.


