Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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Danke. enn Oullier ſetzte ſich nieder; er weinte nicht mehr.

Einen Augenblick nachher ſank er auf die Knie und betete.

Es war Zeit, er wollte gerade in Gottes⸗ läſterungen ausbrechen.

Er betete für die, welche todt waren.

Dann, geſtärkt durch den tiefen Glauben, ſie in einer beſſern Welt wieder zu finden, bivouakirte er auf jenen traurigen Ruinen.

Am andern Morgen war er mit Tagesanbruch an der Arbeit, ſo ruhig, ſo entſchloſſen, wie wenn ſein Vater immer am Pflug, ſeine Frau vor dem Kamin, ſeine Kinder vor ſeiner Thüre geweſen wären.

Allein und ohne Jemand um Hülfe anzuſpre⸗ chen, baute er ſeine Hütte wieder auf.

Er lebte daſelbſt von ſeiner niedrigen Taglöh⸗ nerarbeit, und wer Jean Oullier gerathen hätte, von den Bourbons den Preis für das, was er mit Recht oder Unrecht als ſeine Schuldigkeit betrachtete, zu begehren, der würde ſehr riſkirt haben, die er⸗ habene Einfalt des armen Bauern gegen ſich auf⸗ zureizen.

Man begreift, daß bei einem ſolchen Charakter Jean Oullier, als er einen Brief von dem Mar⸗ quis von Souday erhielt, der ihn ſeinen alten Kama⸗ raden nannte und ihn bat, im Augenblick auf das Schloß zu kommen, man begreift, daß Jean Oullier nicht auf ſich warten ließ.

Er ſchloß die Thüre ſeines Hauſes, ſteckte den