Ohne im Mindeſten die Abſicht zu haben, ein gutes Werk zu thun, brachte der Marquis alſo die auf Eva's Schönheit gebaute Spekulation zum Scheitern.
Das unglückliche Kind hieß Eva.
Sie hielt Wort, das arme ehrliche Mädchen, das ſie war.
Der Marquis war ihre erſte und letzte Liebe.
Kurz, der Augenblick war glücklich für Beide; der Marquis fing an, der Hahnenkämpfe, der ſau⸗ ren Bierdünſte, der Händel mit den Conſtablern und der Erfolge auf Kreuzwegen müde zu werden; die Zärtlichkeit jenes Mädchens beruhigte ſein Gemüth, der Beſitz jenes Kindes, weiß wie die Schwanen, welche das Attribut Großbritanniens, ihres Vater⸗ lands, geweſen ſind, befriedigte ſeine Eigenliebe:
allmälig änderte er alſo ſein Thun und Treiben,
und ohne zu den Gewohnheiten eines Mannes von
ſeinem Rang zurückzukehren, wurde wenigſtens das Leben, welches er nunmehr führte, das eines recht⸗ ſchaffenen Mannes.
Er zog ſich mit Eva in eine Manſardwohnung von Piccadilly zurück; das Mädchen konnte ſehr gut nähen, es fand Arbeit bei einer Weißzeughänd⸗ lerin; der Marquis gab Fechtſtunden.
Von dieſem Augenblick an lebten ſie von dem mäßigen Erwerb der Lectionen des Marquis und den Arbeiten Eva's, noch mehr von dem Glück, welches ſie in einer Liebe fanden, die mächtig genug geworden war, ihnen die Noth zu verſüßen.
Und doch ſtumpfte ſich dieſe Liebe, wie alles Menſchliche, mit der Länge der Zeit ab.
Zum Glück für Eva hatten die Aufregungen des


