Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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. Hun er machte ihm ein Zeichen, ſich zurückzu⸗ iehen.

Der Bote gehorchte, aber im Hinausgehen hörte er den König mit verdrießlichem Tone ſagen:

Wie einfältig von dieſem Souday, mir der⸗ gleichen Dinge nach dem Diner zu erzählen; das wäre im Stande, meine Verdauung zu ſtören.

Der Marquis war empfindlich; er fand, daß es ein geringer Dank ſei, ſich, nachdem er ſechs Mo⸗ nate lang ſein Leben ausgeſetzt hatte, gerade von dem, für welchen es ausgeſetzt worden war, ein⸗ fältig nennen zu laſſen.

Es blieben ihm noch hundert Louisd'or in der Taſche; er verließ noch an demſelben Abend Blan⸗ kenburg, indem er ſagte:

Hätte ich gewußt, daß ich auf ſolche Weiſe em⸗ pfangen würde, ich hätte mir nicht ſo viel Mühe zu kommen gegeben.

Er kehrte nach Holland zurück und ging von Holland nach England.

Hier begann eine neue Phaſe der Exiſtenz für den Marquis von Souday; er war einer von jenen Menſchen, welche von den Umſtänden nach Bedürf⸗ niß ſich formen laſſen, welche ſtark oder ſchwach, entſchloſſen oder kleinmüthig ſind, je nach dem Ort, wohin der Zufall ſie wirft. Sechs Monate lang hatte er ſich auf der Höhe jener ſchrecklichen Epopée gehalten, welche Napoleon den Krieg der Rieſen nannte; er hatte mit ſeinem Blut die Gebüſche und Haiden von Ober⸗ und Nieder⸗Poitou gefärbt; er hatte mit ſtoiſchem Gleichmuth nicht allein die ſchlech⸗ Dumas, Wölfinnen von Machecoul. I. 2