Angeſicht der hundertjährigen Stämme des Waldes von Machecoul, deſſen grüne Wogen, ſo weit das Auge reicht, zum Horizont emporſteigen.
Im Jahr 1831 war dieſes kleine Schloß Eigen⸗ thum eines alten Edelmannes, Namens Marquis von Souday, und hieß nach ſeinem Beſitzer Schloß Souday.
Machen wir die Bekanntſchaft des Eigenthümers, nachdem wir das Schloß kennen gelernt haben.
Der Marquis von Souday war der einzige Re⸗ präſentant und letzte Erbe eines alten, erlauchten Hauſes der Bretagne, denn der See Grandlieu, der Wald Machecoul, die Stadt Bourgneuf, in der Ge⸗ gend Frankreichs gelegen, die heutzutage das De⸗ partement der Nieder⸗Loire begreift, bildeten ſonſt einen Theil der Provinz Bretagne, ehe Frankreich in Departements getrennt wurde. Seine Familie war einſt einer jener feudalen Bäume mit uner⸗ meßlichen Aeſten geweſen, deren Schatten ſich über eine ganze Provinz erſtreckte. Aber die Vorfahren des Marquis hatten, ſich in Koſten ſtürzend, um mit Würde in die Karroſſen des Königs ſteigen zu können, ihn allmälig mit ſolchem Erfolg abgeäſtet, daß das Jahr 1789 ſehr gelegen kam, um den Um⸗ ſturz des wurmſtichigen Throns durch die Hand eines Huiſſier zu verhindern, indem es ihm ein ſei⸗ nes Ruhmes würdigeres Ende vorbehielt.
Als die Stunde der Baſtille ſchlug, als der alte Kerker der Könige, den Einſturz des Königthums ſelbſt weiſſagend, zu Boden ſank, war der Marquis von Souday bereits Erbe, wenn nicht der Güter, denn es war davon nichts als der kleine, von uns


