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Der Vicomte von Montgommery : historischer Roman / von Alexander Dumas. Dt. von Louis Fort
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Der Vicomte von Montgommery. 187

mir verſichert, es müßte ein Wunder geſchehen, wenn er morgen Abend noch lebte. Wenn alſo Franz II. morgen ſtirbt, ſo iſt Karl IX. König und Anton von Navarra vielleicht Regent. Bedenkt, welch eine fürchterliche Re⸗ chenſchaft er wegen der entehrenden Beſtrafung ſeines Bruders von Euch verlangen wüͤrde!

Wer nichts wagt, gewinnt nichts, Madame, ent⸗ gegnete der Cardinal mit Verdruß.Wer beweiſ't mir übrigens, daß Anton von Navarra zum Regenten er⸗ nannt wird? Wer beweiſ't mir, daß Chapelain ſich nicht irrt? Vor der Hand lebt der König noch.

In dieſem Augenblicke meldete die dienſtthuende Kam⸗ merfrau den Grafen Gabriel von Montgommerh.

Gabriel war von der jungen Königin Maria Stuart nach Paris geſandt worden, um Meiſter Ambroſius Paré zu holen, und er war mit dem Arzte zurückgekommen. Dieſer genoß bereits einen hohen Ruf und die Königin ſetzte großes Vertrauen in ihn, denn ſie hatte nicht ver⸗ geſſen, daß er ihrem Oheim, dem Herzoge von Guiſe, bei Calais das Leben gerettet.

Einen Augenblick! ſagte Katharina von Medicis zu Maria Stuart.Wenn es Euch beliebt, das Leben des Sohnes den Händen desjenigen anzuvertrauen, wel⸗ cher den Vater ermordet hat, ſo beliebt es mir wenig⸗