180 Der Vicomte von Montgommery.
Nutzen in's Verderben, und mein Leben iſt viel werthlo⸗ ſer als das ihrige.“
„Kann ich denn zum Ruhme unſrer Partei anders handeln als dieſes Opfer von ihnen zu verlangen? Mär⸗ tyrer bringen ihrer Sache oft größeren Nutzen als Sieger.“
„Allerdings, aber Eure erſte Pflicht als Anführer iſt zu verſuchen, die Euch anvertrauten Streitkräfte zu retten und dann erſt an ihrer Spitze zu ſterben, wenn ſich die Rettung nicht mit der Ehre vereinigen läßt.“
„Wozu rathet Ihr mir alſo?“ fragte Caſtelnau.
„Zuerſt friedliche Mittel zu verſuchen,“ erwiederte Gabriel.„Vielleicht kann Euch meine Gegenwart doch noch von Nutzen ſein; ich habe Euch geſtern nicht retten können, vielleicht gelingt es mir heute.“
„Was wollt Ihr thun?“
„Ich will zu dem Herzoge von Nemours gehen, wel⸗ cher die königliche Truppenabtheilung befehligt, und will ihm ſagen, daß Ihr keinen Widerſtand leiſten, ſondern Euch ihm ergeben wollt. Dagegen muß er ſein herzog⸗ liches Wort verpfänden, daß ſowohl Euch als Euren Officieren nichts geſchehe und daß Ihr wieder in Freiheit geſetzt werdet, nachdem Ihr vor den König geſührt wor⸗ den ſeid, um Eure Beſchwerden und Bitten anzubringen.“
„Wenn er es aber ausſchlägt?“
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