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Der Vicomte von Montgommery. 3
werdet Ihr dem, der die Erfüllung ſeines Verſprechens mit dem Leben bezahlt hat, wenigſtens keinen Wortbruch vorwerfen können.“
„Was wollt Ihr thun, Gabriel?“ rief der Herzog; „wollt Ihr Euch in Lebensgefahr begeben, irgend einen wahnſinnigen Streich wagen? Dies kann ich nicht zu⸗ geben! Frankreich bedarf ſolcher Männer, wie Ihr ſeid, nur zu ſehr.“
„Beunruhigt Euch nicht, Herr Herzog,“ verſetzte Gabriel.„Wenn die Gefahr groß iſt, ſo iſt es der Zweck nicht minder, und die Partie iſt wohl werth, daß man etwas wagt.“
„Kann ich aber nicht etwas thun, um Euch wenig⸗ ſtens zu unterſtützen?“
„Allerdings, Herr Herzog. Morgen am 5. Januar bei Tagesanbruch, das heißt gegen acht Uhr, habt die Güte, einen ſichern Mann auf das Vorgebirge, von dem man das Fort Risbank ſteht, zu ſtellen. Wenn die eng⸗ liſche Flagge um dieſe Zeit noch auf den Wällen des Forts weht, ſo wagt den verzweifelten Sturm, zu dem Ihr entſchloſſen ſeid, denn in dieſem Falle iſt mein Plan geſcheitert; mit andern Worten, ich bin todt. Verſchwen⸗ det Eure Zeit in dieſem Falle nicht damit, daß Ihr mich
beklagt, ſondern trefft ſchleunigſt die nöthigen Vorberei⸗ Der Vicomte von Montgommery. 3


