In einer ſpätern Zeit würde eine ſolche Sprache Ro⸗
bespierre's für die Volksvertreter maßgebend geweſen ſein; aber Mirabeau war noch da, welcher den Vor⸗ ſchlag bedeutend modificirte, indem er ſich ſo vernehmen ließ:
„Ich kenne nichts Schrecklicheres als die durch den Mangel an Lebensmitteln hervorgerufenen Motionen. Alles ſchweigt und muß ſchweigen, alles unterliegt und muß unterliegen vor einem Volke welches Hunger hat. Was ſollte ein Martialgeſetz ausrichten, wenn das zu⸗ ſammengerottete Volk ſchreit: Es iſt kein Brod beim Bäcker!? Welch ein Ungeheuer wäre der, welcher ihm mit Flintenſchüſſen antworten wollte! Ein Nationalge⸗ richtshof würde allerdings über den gegenwärtigen Fall und die dabei verübten Miſſethaten erkennen; aber er exiſtirt noch nicht, es iſt nöthig ihn zu errichten und das unwiderſtehliche Schwert der Nothwendigkeit ſchwebt über Ihren Häuptern. Die erſte Maßregel iſt alſo we⸗ der ein Martialgeſetz noch ein Tribunal. Doch ich kenne eine: Verlangen wir von der vollziehenden Gewalt, daß ſie auf das beſtimmteſte angebe, welche Mittel und Hülfsquellen ſie bedarf um die Subſiſtenz der Hauptſtadt zu ſichern; gewähren wir ihr dieſe Mittel und von dieſem Augenblick an ſei ſie dafür verantwortlich!“
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