Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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und geſchimpft wurden, kamen mit großer Mühe bis zur Laterne, an welcher eben der arme Bäcker emporge⸗ zogen werden ſollte. Sie beſchworen das Volk ſeine Hände nicht in unſchuldiges Blut zu tauchen und hielten ihm wiederholt die ehrenhaften Zeugniſſe der Nachbarn vor. Eher aber mag man dem ſtürmiſchen Meere zurufen ſeine Beute nicht zu verſchlingen als dem wüthenden Volke ſeine Opfer fahren zu laſſen. Während die beiden Männer noch ermahnten, erhob ſich ein Spieß mit Frangois’ blutigem Haupte. Zugleich hörte man ei⸗ nen Schrei des Entſetzens und ſah eine junge Frau zu Boden ſinken; es war die Gattin des Gemordeten, welche herbeigeeilt war um ihn zu retten und jetzt mit ihrem Kinde, das ſte unter dem Herzen trug, beinahe ſelbſt mit umgekommen wäre.

Nun traf die Commune eiligſt ihre Maßregeln, um fernere Greuel zu verhüten, und ſandte eine Deputation an die Nationalverſammlung, ſie um wirkſamere Schritte zur Verproviantirung der Hauptſtadt und um die Erlaſ⸗ ſung eines Martialgeſetzes erſuchend.

„Ach,“ ſeufzte Bernard, als er im Ständeſaale das Schreckliche erzählen hörte,„muß denn die Freiheit alſo befleckt werden! Und der Frevel hat ſich unter den Augen der Nationalverſammlung begeben! Charlotte