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ſcheint uns zu begünſtigen, denn nie hat die Herbſtſonne freundlicher gelächelt.“
„Ich bin dem Himmel doppelt dankbar,“ antwortete Charlotte Vanner,„da er mir geſtattet an einem ſo ſchönen Tage in Deiner Geſellſchaft zu luſtwandeln.“
„Dann werde ich es dreifach ſein müſſen,“ bemerkte der verwachſene Aubry,„denn bei mir kommt noch die Ehre dazu, mit einem Beamten der Nationalverſammlung zu gehen... Doch was iſt dort unten in der Rue du Marché⸗ Palu für ein Volksauflauf?“
„Hm,“ ſagte Bernard ſtehen bleibend,„nimmt das niemals ein Ende? Und noch dazu beinahe unter den Augen der Nationalverſammlung!“
„Der Volkshaufen vergrößert ſich,“ ſprach Ch arlotte; „gehen wir auf die Boulevards, mein Otto; nach dem, was uns bereits begegnet iſt, dürfte es nicht rathſam ſein die Gefahr aufzuſuchen.“
„Welche Gefahr?“ verſetzte Bernard;„ſeitdem ſich der König in Paris befindet, giebt es keine Gefahr mehr ... Doch rathe ich Dir, mein Herz, nach Deiner Woh⸗ nung zu gehen, wo ich Dich bald abholen werde... Freund Aubry wird Dich beſchützen,“ ſetzte er lächelnd hinzu.
„Ach, beſter Otto, biſt Du unzufrieden mit mir?“
„Gewiß nicht...“


