—
— u2—
fen; auch ſagten einige, ſie würden das Mehl bei etwa eintretendem noch größeren Mangel billig wieder ablaſſen: aber das Volk beruhigte ſich bei dieſen Erklärungen kei⸗ neswegs, ſondern begann ſich an den Thüren der Bäcker zuſammenzurotten,„um ſich aus Furcht vor noch ſchlim⸗ meren Tagen mit einigem Vorrath an Backwerk zu ver⸗ ſehen.“
Am frühen Morgen des 21. Oct, gingen Bernard und ſeine Braut, zu denen ſich auch der treue Aubry geſellt hatte, nach dem erzbiſchöflichen Palaſt, wo Erſte⸗ rer die während der Nacht mundirten Actenſtücke nieder⸗ legen wollte; dann gedachte er bis zum Beginn der Seſſion (um 9 Uhr) mit ſeinen Freunden noch ein wenig zu luſtwandeln und dabei mit Charlotten die Maßregeln zu beſprechen, welche ſie wegen ihrer Reiſe nach Genf zu treffen hatten; denn da von dort keine Nachrichten
eintreffen wollten, ſo hatten ſie beſchloſſen baldigſt ſelbſt
hin zu reiſen und die Hochzeit in ihrer Vaterſtadt zu feiern. Bernard, während ſeiner Abweſenheit von einem ſeiner Collegen im Amte vertreten, hoffte die Reiſe binnen wenigen Tagen zu vollenden und dann mit ſeiner jungen Frau eine bereits gemiethete und artig meublirte Familienwohnung zu beziehen. Seitdem Char⸗ lotte zuverſichtlich zu wiſſen glaubte, daß es der Hof


