Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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Ein von der Geiſtlichkeit erkaufter Abbé durchzog ſelbſt die Straßen und drang in die Häuſer, um ſich an das Gewiſſen der chriſtlichen Bevölkerung zu wenden. Da⸗ gegen liefen wieder Schriften um, welche auseinander⸗ ſetzten, auf welche Weiſe der Klerus zu ſeinem Vermögen gekommen war. In einer der merkwürdigſten hieß es u. a.:

„Nachdem die chriſtliche Urkirche aufgehört hatte an der Armuth Geſchmack zu finden, benutzten die Prieſter ihr heiliges Amt zur Erpreſſung von Reichthümern. So mußte Kaiſer Valentinian ein Geſetz geben, wonach die Vermächtniſſe der Weiber an Geiſtliche und Mönche für ungültig erklärt wurden, aber Aufwiegelung und ein geiſtliches Bettlerheer machten die Maßregel unwirkſam.

Unter den ſiegreichen Franken verſtanden es die Prieſter

ſehr gut, ſich den beſten Theil Galliens zuzueignen; da⸗ her ſagte Chlodwig: St. Martin mag ſeinen Freunden allerdings recht gut dienen, aber er läßt ſich dafür zu theuer bezahlen. Weil Karl Martel die Prieſter verhin⸗ derte ſich des ganzen Landes zu bemächtigen, ward er von ihnen nach ſeinem Tode verdammt. Pipin der Kleine wollte das Paradies nicht verfehlen und bedachte die hei⸗ lige Kirche ſo reichlich, daß ſie wieder faſt ganz Frank⸗ reich verſchlang. Die Zeiten ſollten kommen, wo Könige

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