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laſſen, ſondern erſt beim Herrn von Montmorin, den Pariſer Communrepräſentanten und der Nationalverſamm⸗ lung Erkundigung einzuziehen wünſchten, ob der Paß dieſes Fürſten auch wohl in Ordnung ſei. Ich habe ih⸗ nen das verlangte Zeugniß ausgeſtellt.“
In Zeiten des glühenden Strebens einer Nation nach Freiheit wird den ſcharf umherſpähenden Blicken derſel⸗ ben jede Kleinigkeit zur wichtigen Begebenheit, um wie viel mehr die Abreiſe eines Mannes, welcher vermöge ſeiner Stellung und Haltung in den verſchiedenen Regi⸗ onen ſo große Furcht und ſo große Hoffnung erregt hatte. Sprach man doch offen von einer Partei Orle⸗ ans, deren Stütze Mirabean ſein ſollte. Sehr na⸗ türlich konnte der Hof dem Herzog von Orleans ſeine Popularität nicht verzeihen; hätte er auch keine Beſchwerde weiter gegen denſelben gehabt, ein Fürſt, welcher es mit den Bürgern hielt, konnte ihm nur als ein Ver⸗ ſchwörer, als ein erklärter Feind der Krone vorkommen. Ein Hof wie der Ludwig's XVI. mußte bald zu der
Ueberzeugung gelangen, daß die öffentliche Ruhe und
Sicherheit der königlichen Familie die Entfernung eines Parteihauptes erheiſchten, welches eben ſowohl ſein alter Groll als ſein brennender Ehrgeiz und ſeine Volksbe⸗ liebtheit furchtbar machten.
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