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bloß in den Salons, ſondern ſelbſt ſchon auf den Stra⸗ ßen. Dieſe bangen Gefühle wurden ſehr verſtärkt, als man erfuhr, daß der Herzog von Orleans das Reich verlaſſen wolle, der ſich doch bisher dem Hofe und na⸗ mentlich der verhaßten Königin ſo abhold gezeigt hatte. Man hegte den Argwohn, er werde von den Volksfein⸗ den durch allerhand Drohungen zur Abreiſe genöthigt. Auch wollte man anfangs gar nicht recht daran glauben, bis in der Sitzung vom 14. Oct. dem Präſtdenten ein Billet vom Miniſter St. Prieſt zugeſandt wurde, worin gemeldet war, der Herzog von Orleans ſolle auf Be⸗ fehl des Königs ſchleunigſt nach England abreiſen und bitte daher um Urlaub und die nöthigen Päſſe. Montags den 19. Oct., nachdem drei Tage lang keine Sitzung gehalten worden und die Nationalverſamm⸗ lung den erzbifchöflichen Palaſt zu Paris bezogen hatte, erzählte der Präſident, was ihm während der Zeit ge⸗ meldet worden war. Die erſte Mittheilung betraf den Vicomte von Caraman zu Alengon, die zweite den Herzog von Orleans. Von Letzterem ſagte er:„Sonn⸗
tags in der Nacht halb 1 Uhr meldeten mir drei Depu⸗ tirte aus Boulogne⸗ſur⸗Mer, daß die Bevölkerung
und Municipalität dieſer Stadt den Herzog von Orle⸗ ans, welcher nach England gewollt, nicht hätten abreiſen 41789. 111. 2


