Rede geweſen war, und antwortete immer noch auf ganz guter Laune:
„Ich bin perſönlich gekommen, um Ihnen den Grund dieſer unſrer Hoffnung mitzutheilen. Die Nationalver⸗ ſammlung iſt uneinig...“
„Dies hatten Sie mir nicht mit geſagt, liebe Van⸗ ner, als Sie mich über die Wünſche des Volks belehr⸗ ten,“ ſagte die Königin, den Namen Vanner hervor⸗ hebend, ſo daß der König aufmerkſam werden mußte.
„Vanner, Vanner,“ ſagte er;„mir iſt als hätte ich dieſen Namen ſchon gehört.“
„Ja, Ew. Majeſtät,“ verſetzte die Königin,„man ſprach ihn aus, als wir im Schloß von Verſailles über⸗ fallen wurden...“
„Ach, wenn es Ihnen gefällig iſt, ſo ſchweigen wir davon, meine Gemahlin.“
Dies war der Königin nicht ganz recht, denn ſte, die keine Gelegenheit verſchmähte ihre Geringſchätzung „des Herr werdenden Bürgers“ und ihren Haß gegen die Verſuche zur Beſchränkung der königlichen Machtvoll⸗ kommenheit zu äußern, hätte die gewiſſermaßen volks⸗ thümlich gewordene Charlotte Vanner in den Augen des Königs gern bloßgeſtellt, da er vor kurzem mit
einer ſie verletzenden Achtung von ihrem ſanften Weſen 6*


