Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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Wenn es meiner großen Königin gefällt, mir eine

unverdiente Gnade zu erzeigen, ſo bitte ich Sie ein Wort von mir anzuhören, das aus dem Innerſten meines Her⸗ zens kommt: Hören Sie ſtets nur diejenigen Rathgeber, welche zwiſchen der Größe des Throns und der Freiheit des Volks nichts Widerſprechendes finden...

Hal ich täuſchte mich, ſagte Marie Antoinette bei ſich ſelbſt und würde hier abgebrochen haben, wenn ſie nicht auf Charlottens ſchönem Antlitz eine Art von banger Erwartung und in ihren blauen Augen die innigſte Anhänglichkeit an das Königshaus geleſen hätte; daher fragte ſie bloß:

Nun?

Jeder Franzos wünſcht frei zu ſein und daher das Staatsoberhaupt mit der Macht bekleidet zu ſehen, wie ſie zur Ausführung der Geſetze, zur Aufrechthaltung der Sicherheit und Ruhe im Innern und zum Schutze des Reichs gegen den auswärtigen Feind nöthig iſt. Zu ſehr beſchränkt, und das bekennen alle wohlgeſinnte Franzoſen,

würde die königliche Autorität zu einem eitlen Schatten⸗ bild; zu ſehr ausgedehnt, würde ſie dem Volke unſrer Tage als Feindin erſcheinen...

Und Sie haben es ausgefunden, wie weit die könig⸗ liche Macht zu beſchränken iſt, um gewiſſen Perſonen,