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Deputation an Sr. Majeſtät annahm, um nicht ein we⸗ niger loyal geſinntes Weib an meine Stelle treten zu laſſen.“
„Dies iſt es ganz beſonders was mich zum Danke gegen Sie verpflichtet. Der König, welcher als Dauphin gewohnt war ſeinen Hofmeiſter ſtets mit unbedecktem Haupte vor ſich ſtehen oder, da ihn die Gicht plagte, auf einem Kiſſen knien zu ſehen, würde es allzuſchmerz⸗ lich empfunden haben, wenn man rückſichtslos bei ihm vorgeſchritten oder reſpectwidrig vor ihm geſprochen hätte. Ich fordre Sie auf, ſich eine Gnade auszubitten.“
„Die Gnade, deren Ew. Majeſtät mich zu würdigen geruhen, indem Sie das Wenige, was ich zu thun ver⸗ mochte, ſo hoch anſchlagen, iſt ſo groß, daß ich nach keiner andern begehre.“
„Gut, ſehr gut, mein Kind! Eben die, welche nicht verlangen, verdienen vorzugsweiſe zu empfangen. Bitten Sie ſich eine Gnade aus!“
Dieſer wiederholte Antrag ſetzte das arme Mädchen in nicht geringe Verlegenheit. Es widerſtrebte ihr allzu⸗ ſehr der Königin zuzutrauen, daß ſie ſich für ein Be⸗
nehmen, welches nichts als loyal geweſen war, gleichſam
bei ihr abfinden wollte. Nach kurzem Bedenken erwie⸗ derte ſie, ihre ganze Energie zuſammennehmend:


