Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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war ſeit einiger Zeit gewohnt ihre Herrin mißlaunig zu ſehen; aber die betonte Wiederholung des Wortes„Ge⸗ ſchmack“ ſchien ihr faſt eine Ungnade anzukündigen. Ganz betroffen entfernte ſie ſich, um den Befehl ihrer Herrin zu vollziehen und ſich dann wieder im Antichambre auf⸗ zuhalten, weil ſte an dieſem Tage der Rang nicht traf die Königin zu bedienen.

„Ah ſchön,“ murmelte die Königin für ſich hin;„das Eine macht mich zur Bürgerin und das Andre behandelt mich als ſolche! Nachdem ich ſo weit herabgeſtiegen bin mich dem Pöbel neben einem verhaßten General zu prä⸗ ſentiren... Doch es lebt mir ein Bruder, deſſen Zeit die Niederlande und die Türkei nicht ewig in Anſpruch nehmen werden; ach, wer doch jenſeit der Grenzen dieſes Landes wäre!“

Jetzt thaten ſich die Flügelthüren auf und die ſchöne Vanner trat in das Prunkgemach. Sich vor der auf dem Sopha ſitzenden Königin tief verbeugend, ſprach ſie:

„Ew. Majeſtät haben die Gnade gehabt zu befehlen..“

„In, mein Kind, ich bleibe nicht gern jemandes Schuldnerin...“

„O Ew. Majeſtät...“ „Und wenn das Gerücht gegründet iſt, ſo haben Sie

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