Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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Nachdem die Kammerfrau ſich dem Herkommen gemäß verneigt hatte, las ſie wie folgt:

„Ich kann nicht umhin der Königin die Huldigung meiner tiefgefühlten Bewunderung zu Füßen zu legen. Die unerſchütterliche Feſtigkeit, womit Ew. Majeſtät den Antrag verwarfen ſich vom König zu trennen, iſt ent⸗ ſcheidend. Die Königin wird über alles triumphiren, wird die Monarchie retten helfen und ihr werden wir die Ruhe zu verdanken haben; nur muß ſie einzig und al⸗ lein ihren wahrhaft aufrichtigen Dienern glauben. Das Schwanken der Ideen hat ſchon mehr als einmal faſt alles verdorben...“

„Das Schwanken der Ideen!“ rief die Königin, ge⸗ ringſchätzig die Unterlippe emporwerfend.

„Der König hat ſtets das Gute gewollt; eben dadurch,

daß er ihm alles aufopferte, wie er vorgeſtern ſelbſt ſagte,

iſt er auf den Punkt gelangt, wo wir jetzt ſtehen. Meh⸗ rere von ſeinen frühern Miniſtern, ſo ſehr geſchmäht und dem Haß verfallen, haben ihn vielleicht nur durch den Mangel an Standhaftigkeit in Betreff ihrer Grundſätze und maucher Schritte verdient, die ſte am Ende nicht haben verhindern können. Jenes unſelige Gaſtmahl, die mit allem Vorbedacht unterlaſſene Ausbringung der Ge⸗