Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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ſich und beſchaute ihre kleine Genfer Uhr, überzeugt daß ſie verſtanden würde. Wirklich kürzte er darauf ſeine Rede möglichſt ab und ſtand gleichfalls auf. Als Beide einander begegneten und ſich über die nächſte Zukunft aus⸗ ſprechen wollten, überreichte der Oberkellner Charlotten ein Schreiben, das er ſo eben von einem Briefträger er⸗ halten hatte. Es war mit dem Privatſiegel des Miniſters St. Prieſt geſchloſſen. Die Empfängerin trat mit Ber⸗ nard in eine Fenſtervertiefung und las:

„Mademoiſelle, von Ihrer Bereitwilligkeit überzeugt, über alles, was Sie erlebten, wahrheitsgetreue Ausſagen zu machen und ſo zur Aufklärung gewiſſer noch dunkler Dinge beizutragen, fordre ich Sie auf, ſich möglichſt bald nach Empfang dieſes Billets in die Tuilerien zu begeben und ſich dort bei Madame Thibaut, der erſten Kam⸗ merfrau Ihrer Majeſtät der Königin, zu melden. Es iſt mir ein Vergnügen, Ihnen zu verſichern, daß die von Ihnen abgelegten Zeugniſſe die beſtimmteſten und wirk⸗ ſamſten geweſen ſind. St. Prieſt.“

„Aber mein Gott,“ ſagte Bernard,„die Sache des Miniſters iſt ja erledigt.“

„Auch wüßte ich kaum, was ich noch ausſagen ſollte,“ bemerkte Charlotte;„es kann nur Nebendinge betreffen.“

„Und alſo ſollen wir uns doch noch einmal trennen?“

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