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nach Caraman's Kopfe. Unter ſolchen Umſtänden er⸗ theilte er ſeinen Leuten Befehl ſich um ihn zu verſammeln; da dieſe aber in der Stadt zerſtreut lagen, mußten ſie ſich durch die Volkshaufen Bahn brechen. Leider fielen bei dieſer Gelegenheit mehrere Carabiner⸗ und Piſtolenſchüſſe, welche von der Nationalgarde reichlich erwiedert wurden, ja das Volk ſchleppte im ärgſten Regenwetter eine Ka⸗ none vor Caraman's Haus und drohte es in Grund und Boden zu ſchießen, wenn der Gehaßte ſich ihnen nicht augenblicklich auslieferte. Er fand es nicht für gut ſich zu zeigen und man hielt dreimal eine brennende Lunte auf das Pulver, das aber zu naß war um ſich zu entzünden. Unterdeſſen war man in das Haus einge⸗ drungen, hatte Caraman wie einen Verbrecher verhört und ſperrte ihn in ein Gemach mit vier nackten Wänden, bis ihm vom Ausſchuſſe, der ſich zum Tribunal conſti⸗ tuirt, der Proceß gemacht wäre. Während der arme Officier gleich dem ärgſten Verbrecher gefangen ſaß und die Volkshaufen auf eine recht grauſame Todesſtrafe dach⸗ ten, traf ich mit meinen Briefen in Alengon ein. Die Nationalverſammlung ermahnte den Comité jede Gewalt⸗ that und eine ſo offenbar ungeſetzliche Verfolgung zu vermeiden, Necker aber wies beſonders darauf hin, was für verderbliche Folgen es haben müſſe, wenn man die


