Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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Ja, in der That, davon kann ich ein merkwürdiges Beiſpiel erzählen, ſagte ein Officier der Pariſer Natio⸗ nalgarde würdevoll.

Nun? fragten mehrere Stimmen.

Ich war kürzlich in Alengon, um der dortigen Municipalität Briefe der Nationalverſammlung und des Herrn Necker zu überbringen. Es herrſchte dort eine ungeheure Aufregung, weil die Einwohner glaubten, der Herr von Caraman, ſchon im September zur Ueber⸗ nahme des Commando's von 200 Pferden dahin abge⸗ ſandt, hege verbrecheriſche Abſichten gegen die Volksfrei⸗ heit. Zunächſt hielt man ihm vor, daß ſeine Truppe der Nation noch nicht Treue geſchworen habe. Er ſchrieb augenblicklich an den General Beuvron, um ſich zu dieſer feierlichen Handlung autoriſiren zu laſſen. Dieſer Aufſchub kam den Leuten verdächtig vor; ſie benachrich⸗ tigten den permanenten Bürgerausſchuß von der Sache und rotteten ſich auf den Straßen zuſammen. Da ließ Caraman ſeine Truppe ſchwören, noch ehe der Befehl des Generals eingetroffen war. Aber in dieſer Nachgie⸗ bigkeit erblickte man nur die Maskirung eines abſcheuli⸗ chen Complottes, das auf nichts Geringeres als die Er⸗ mordung der Nationalgarde des Stadthauſes und die Einäſcherung der Stadt abzielen ſollte. Das Volk brüllte