Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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den war, behagte wenigſtens den Damen nicht. Dies be⸗ merkte Bernard an Charlotte Vanner, welche ihm gegenüber ſaß, und war eben im Begriff den Journa⸗ liſten auf eine andre Bahn zu drängen, als Cholat, der ähnliche Beobachtungen gemacht hatte, ſich ſo ver⸗ nehmen ließ:

Wenn ich nicht irre, ſo ſchwebt die Verhandlung über die Nationalſchuld und die Civilliſte noch immer; warten wir ruhig den Erfolg ab und hoffen wir von unſern Repräſentanten das Beſte; kein Baum fällt auf den erſten Hieb und Paris iſt auch nicht in einem Tage erbaut; trinken wir auf den ruhigen Fortſchritt unſrer Freiheit, auf welchen die Augen der Welt gerichtet ſind!

Dieſe Rede rief auf den Geſichtern der Tiſchgäſte die einen Augenblick verdrängte Heiterkeit wieder hervor; alle, nothgedrungen ſelbſt Marat und der Engländer, erhoben ihre Gläſer und die Meiſten nickten einander freundlich zu. Gleichwohl grollte es im Herzen des ſchwarzgalligen Journaliſten noch fort; mit einer ſüß⸗ſauern Miene machte er die Bemerkung:

Die Fortſchritte der Freiheit ſind ſo ruhig, daß man ſte nicht ſehr bemerkt; wenigſtens haben wir wohl zur Gnüge geſehen, welchen Gehorſam man den Decreten der Nationalverſammlung leiſtet.