Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
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flog und ſich ſchweigend an dem für ihn bewahrten Platze niederließ. Umſonſt warf ihm Marat einen ausfordern⸗ den Blick zu, den er ſicher nicht unbeachtet gelaſſen hätte, wenn er von einem Manne wie Camille Desmou⸗ lins ausgegangen wäre. Mehrere Anweſende erhoben ſich von ihren Stühlen, auf dieſe Weiſe dem gewaltigen Redner ihre Huldigung darbringend. Jedermann ſchwieg ehrerbietig und erwartete irgend etwas Neues zu hören; aber der Deputirte der Provence verſchlang haſtig ſeine Suppe und ging dann auf ſein Zimmer.

Das ſind unſre großen Männer! ſagte Marat.

Frankreichs wahrhaft große Männer, verſetzte der Engländer,haben wenigſtens nicht nöthig ſich in den Katakomben zu verbergen!

Ha! rief der Journaliſt mit funkelnden Augen,die Katakomben wären ein Aufenthalt für anmaßende Fremd⸗ linge und für diejenigen, welche die Volksfreunde zur Verborgenheit nöthigen laſſen. Letztere ſind dieſelben, welche dem Auslande den ſchönen Satz entlehnen, daß die Civilliſte des Königs auf deſſen Lebenszeit feſtgeſtellt und nicht alljährlich erneuert werden ſoll!

Wie ſehr auch ganz Frankreich an der Politik theil⸗ nahm und meiſtens theilzunehmen gezwungen war, der Ton, welcher ſeit Marat's Eintreffen angeſtimmt wor⸗