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Ihrem Herrn, daß die Repräſentanten der Nation ver⸗ ſammelt bleiben werden, bis die Wiedergeburt des Staa⸗ tes vollendet iſt!“
„Bravo!“ riefen Einige;„dem Abgeordneten Ri⸗ quetti verdanken wir unſre Freiheit!“
„Unſre Freiheit!“ ſpottete der Journaliſt;„ſte be⸗ ſteht bis jetzt darin, daß die Preſſe beſchränkt und der Schriftſteller mit ſeinen Klagen von der Nationalverſamm⸗ lung ignorirt wird; darin, daß noch unverhörte Bürger in den Gefängniſſen ſchmachten; daß im Diſtrict St. Roch Briefe erbrochen werden; daß die Volksrepräſentanten haufenweiſe krank werden, ſeitdem von der Ueberſiedelung in die Hauptſtadt die Rede iſt; daß der Klerus verſchlingt, was das Volk zu ſeiner Sättigung bedarf; daß der Hof immer und ewig thut, was ihm beliebt...“
„Nun, bei Gott,“ ſagte Bernard,„ich ſollte mei⸗ nen, daß die nicht Volksfreunde ſondern das Gegentheil wären, welche nicht anerkennen, daß die Nation ſeit ei⸗ nem Vierteljahre errungen hat, was andre Völker Jahr⸗ hunderte lang umſönſt erſtreben...“
Hier brach der neuerwählte Archivar der National⸗ verſammlung plötzlich ab, denn es traten eben mehrere Deputirte ein. Unter ihnen war Mirabeau, welcher mit ſeinen grauen durchdringenden Augen die Gäſte über⸗


