„Aber ein blinder Volksfreund, welcher die Sympathie
des Auslandes zurückweiſ't und dadurch die franzöſtſche Nation iſolirt!“
„Meine Herren,“ ſagte Bernard, den Marat's Rede und noch mehr deſſen rohe Ausſprache verletzt hatte, „Sie werden die Geſinnung des Volks am beſten aus dem Munde ſeiner Repräſentanten vernehmen, welche ſehr bald eintreffen müſſen.“
„Welche Repräſentanten?“ fragte Marat mit gering⸗ ſchätziger Miene;„ich kenne keinen, dem das Chäͤtelet nicht genügte! Die Wahl konnte nur ſchlecht ausfallen, da die Miniſter für gut fanden den Wählern keine Zeit zu laſſen...“
„Wir haben keine großen Männer in der National⸗ verſammlung!“ rief Bernard zornig aufſtehend;„aber als der König den Volksrepräſentanten befahl auseinander zu gehen und der Adel nebſt der Minorität des Klerus bereits Folge geleiſtet hatte, rief doch ein Mann: Nur die Gewalt der Bajonette kann die Abgeordneten der Na⸗ tion von ihren Sitzen treiben! Als dann der Obercere⸗ monienmeiſter von Brézé erſchien, um zur Vollziehung des königlichen Befehls zu mahnen, rief derſelbe Depu⸗ tirte: Mein Herr, Sie haben hier weder Sitz noch Stimme, auch nicht das Recht zu ſprechen! Sagen Sie


