Teil eines Werkes 
3. Th. (1848)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1

ſchränkung abgelehnt hatte, erhob ſich der Graf von Mirabeau mit den Worten:

Was die Brigands betrifft, ſo werde ich auf ſie zurückkommen. Jetzt will ich nur von der Sicherheit der Deputirten und von den Volksaufſtänden ſprechen. Man fragt, warum man die Mitglieder dieſer Verſammlung nicht unter den Schutz eines Decretes ſtellt. Ich ant⸗ worte, weil ſie ſchon unter einem ſolchen Schutze ſtehen. Vernünftigerweiſe können ſie nur vor gerichtlicher Verfol⸗ gung, nur vor der Chicane der Privatleute geſichert werden, nicht aber vor Unruhen, welche aus den Unord⸗ nungen der Geſellſchaft hervorgehen. Auch vor Pasquil⸗ len ſind ſie geſichert, ſo weit dies möglich iſt; kennen ſie nämlich den Verfaſſer derſelben, ſo ſteht es ihnen frei ihn vor dem Tribunale zu verfolgen. Die Unverletzlich⸗ keit unſres Charakters kann nicht durch neue Decrete, ſon⸗ dern nur durch die Aufrechterhaltung, durch die Hebung der vollziehenden Macht Bedeutung gewinnen, denn iſt dieſe ohne Kraft und Anſehen, ſo muß die Geſellſchaft dem Schrecken der Anarchie anheim fallen, und unſre Unverletzlichkeit iſt kein Meduſenhaupt, welches alles um ſich her verſteinern müßte. Alle Bürger haben ein glei⸗ ches Recht auf den Schutz des Geſetzes; ſelbſt die Frei⸗ heit in ihrer reinſten Bedeutung iſt die Unverletzlichkeit